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Spinner

Spinner, aus dem englischen von "to spin" = rotieren.


Spinner gehören neben den Blinkern und den Fliegen zu den ältesten Kunstködern. Ein Stück Blech, Spinnerblatt genannt, rotiert bei Zug durchs Wasser um die Längsachse, deren Verlängerung mit einem Drilling endet.

Namensgeber für die Angelart "Spinnfischen" und die dazugehörigen Ruten. Spinner gibt es in allen erdenklichen Farben und Dekoren, das ist mehr oder weniger Geschmackssache.

Spinner werden in Grössenklassen unterteilt, hier mal ein kleiner Vergleich:

Spinnergroessen

Von unten nach oben: Die Grössen 1,2,3,4,5 und 7.

Grösser und kleiner gibt es auch noch, die Grössen 0 und 00 werden vom Hersteller "Mepps" produziert. 

Hier ein Vergleich zwischen Grösse 0 und Grösse 7

Spinnergoessenunterschied

Die Führung eines Spinners ist recht unkompliziert. Man wirft ihn aus und kurbelt ihn wieder ein. Durch die Rotation entstehen unter Wasser enorme Druckwellen und bei Sonnenschein Lichtblitze, die jeden Raubfisch zum Biss reizen können. Eine weitere Eigenart des Spinners ist sein Auftrieb. Je schneller man den Köder einholt, desto höher ist dieser Auftrieb, man kann ihn also bei langsamer Köderführung in Grundnähe anbieten und bei schnellerer Führung näher an der Wasseroberfläche, ganz wie es die Umstände erfordern.

Um diesem Auftrieb entgegenzuwirken, werden von verschiedenen Herstellern Spinner mit einem höheren Eigengewicht angeboten. Der Körper besteht dabei aus Blei und sorgt dafür, dass der Köder auch bei schnellerer Führung in Grundnähe bleibt.

ASP_Spinner

Noch ein Faktor ist die Form des Spinnerblattes selbst. Man unterscheidet zwischen den eher rundlichen Spinnerblättern und den eher schlanken Formen.

Spinnerformen

Die runden Blätter haben mehr Wasserwiderstand und werden gerne im Stillgewässer genommen, in der Strömung greifen viele zu den schlanken Modellen. Aber das ist ebenso wie das Dekor eine Frage des persönlichen Geschmacks.

Dann gibt es noch Spinner, die mit verschiedenen Zusätzen ihren Reiz erhöhen sollen, z.B. durch Federbüschel, Gummifische, o.ä.

Spinnerzusatz

Es gibt auch noch Doppelblattspinner, d.h., dass auf der Achse zwei Spinnerblätter hintereinander montiert sind. Dadurch sollen die Druckwellen des Köders verstärkt werden, die das Seitenlinienorgan des Fisches ansprechen.

Hechtspinner

Für´s gezielte Hechtangeln gibt es noch den sog. Bucktailspinner, eine Bauart, die auch die Führung im Kraut zulässt, da anstatt des Drillings nur ein Einzelhaken montiert wird. Bei besonders grossen Modellen auch zwei Einzelhaken direkt hintereinander. Für diesen Köder braucht man allerdings eine sehr harte Rute, der Wasserwiderstand des grossen Spinnerblattes ist schon enorm!

Spinnerbeifang

Es gibt eigentlich keine Raubfischart, die sich nicht mit einem Spinner fangen lässt. Für Forellen und Barsche werden normalerweise die Grössen 00 bis 3 genommen, für Zander die Grössen zwei bis fünf und für Hechte kann es eigentlich gar nicht gross genug sein. Zum gezielten Hechtspinnen nehme ich nur Spinner ab der Grösse 5, viele Angler fangen aber auch schon bei Grösse 3 an.

Um Schnurdrall zu minimieren, der aufgrund der Rotation entsteht, sollte man den Spinner an einem hochwertigen Wirbel mit Karabiner einhängen, ganz vermeiden lassen wird sich der Schnurdrall allerdings nicht.

Zum Schluss noch ein Tip: NUR wenn man weiss, dass im gerade beangelten Gewässer keine Hechte vorkommen, kann man auf das Stahlvorfach verzichten. Ist bekannt, oder ist man sich nicht sicher, ob Hechte vorkommen, wäre es verantwortungslos, auf das Stahlvorfach zu verzichten. Ein Hecht steigt auch auf die kleinsten Spinner ein und mit einem abgerissenen Köder im Maul wird er höchstwahrscheinlich elendig eingehen. Und einen Hecht ohne Stahlvorfach direkt an der Hauptschnur erfolgreich auszudrillen ist keine Kunst, das ist pures Glück.

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Autor: Jörn , © Flussangler.com Mehr über Spinner finden Sie in unserem Forum