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Karausche
Die Karausche ähnelt in ihren Vorlieben für Gewässer, Standorte und Köder sehr stark der Schleie. Allerdings ist sie dabei noch unscheinbarer in ihrer Erscheinung. Wenn es den typischen Leitfisch für einen stillen und abgelegenen Waldsee gibt, dann ist das die Karausche, die man auch den Bauernkarpfen nennt. Neben ihrer unglaublich robusten Natur, sie übersteht auch kurzfristiges völliges durchfrieren, oder trockenfallen des Gewässers, ist sie auch der ungeschlagene Weltmeister im unbemerkten Köderklau. Kein anderer Fisch schafft es so spurlos Maden und Würmer vom Haken zu stehlen, wie die Karausche!

Damit ist die leichte Schwingspitzenrute mit einfachen Paternostermontagen auch die allererste Wahl, wenn es darum geht, Karauschen in engen Krautlücken zu überlisten. Wegen ihrer sehr nahen Verwandtschaft und teilweise doch recht respektablen Größen sollte auch hier keine zu feine Abstimmung der Montage gewählt werden. Hakengröße 12 und 20er Schnur ist ein guter Wert. Bei gleichem Kaliber ist natürlich die Floatrute, oder eine nicht zu harte, aber kräftige Matchrute und einer Liftmontage ein sehr brauchbares Angelgerät.

Egal wofür man sich entscheidet, alles steht und fällt mit der maximalen Feinheit der Bissanzeige. Karauschen nehmen gar nicht so selten den Köder und verharren dann fast völlig bewegungslos an Ort und Stelle. Diese winzigen Bewegungen gilt es anzuzeigen.

Angesichts des bevorzugten Habitats ist es wesentlich wichtiger, die Fische zu finden, als zu versuchen, sie durch Futtergaben anzulocken. Damit ruft man meist viele Kleinfische auf den Plan und diesen Trubel mögen auch Karauschen nicht sonderlich. Hat man die Stellen gefunden, sie sind meist sehr krautreich, dann kann man mit geringen, aber regelmäßigen Gaben von sinkenden Castern trotzdem ihre Neugier erregen. Gleiches gilt für zerteilte Rotwürmer, frisch vom Kompost. Zerstückeln deswegen, da sie sich sonst unmittelbar nach Grundberührung ins Sediment verkriechen.

Als Köder empfehlen sich dementsprechend Maden, rote so man sie bekommt, Caster, Rotwürmer, aber auch dunkle und würzige Teige.

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Autor: Andal , © Flussangler.com Mehr über Köder finden Sie in unserem Forum