
Kanal ohne Schifffahrt
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Kanal |
Der
Kanal ist ein künstlich geschaffenes Gewässer, das
anders als
ein Fluss, nur über sehr wenig Struktur verfügt.
Meist geht es nur kilometerweit gradeaus, immer die Spundwand entlang,
unterbrochen nur durch kleine Häfen oder Schleusen.
Angeltechnisch
sollte man Kanäle jedoch nicht unterschätzen, der
Fischbestand einiger Kanäle ist enorm. Karpfen und Friedfische
lassen sich überall fangen, Räuber,
insbesondere Hecht,
muß man suchen. Zanderfänge in beachtlichen
Größen werden eigentlich immer gemeldet. Trotz ihrer
Eintönigkeit kann auch am Kanal Gewässerkenntnis
nicht
schaden. Hier hilft meist schon ein einfaches Kugelblei, das
möglichst weit ausgeworfen, langsam wieder eingekurbelt wird.
Derjenige der "Gefühl" in den Fingern hat, wird
spüren wie
der Untergrund beschaffen und der Kanal aufgebaut ist. Die Zeichnung
soll den möglichen Aufbau eines Kanals darstellen, jedoch sind
beide Ufervarianten zusammen und einzeln möglich.
Jetzt gehts darum, was für einen Kanal wir vor uns haben,
stillgelgt oder in Betrieb.
Im stillgelegten Kanal haben wir es mit großen
Krautbänken
und Seerosenfeldern zu tun. Hier steht der Fisch "wie überall"
und
wir finden schnell die Standorte der Fische.
Anders bei einem Kanal in Betrieb. Hier herrscht Schiffsverkehr und
Schleusungen sind an der Tagesordnung. Hier müssen wir den
Fisch
suchen und benötigen Kenntnisse über den Aufbau.
Räuber
befinden sich meistens im Bereich 2+4, den Seerosenfeldern und der
Abbruchkante zur Kanalsohle. Friedfische eher in den Bereichen um 5 und
in 2/4. Sogenannte kapitale Fische lassen sich überwiegend in
der
Kanalsohle (6) fangen, jedoch leicht verlagert zu den den
Steinpackungen (1) bzw. Bruchkanten (2) hin. Also nicht unbedingt in
der direkten Fahrrinne.
Schleusen
sind wahre Hotspots für alle Arten von Fischen. Hier herscht
aufgrund der Schleusungen ein hoher Sauerstoffanteil im Wasser vor.
Hier gibts reichlich Fisch, viel Barsch aber auch Zander stehen hier
gerne. Man sollte aber beachten, das das angeln im Bereich von 50m
vor/hinter Schleusen gesetzlich verboten ist. Trotzdem können
wir
hier Fische "ohne Ende" fangen, überwiegend Friedfisch, jedoch
ist
auch der ein oder andere Räuber zu überlisten.
Abbruchkanten
harter Untergrund, einige Versteckmöglichkeiten. Hier gehen
die
Zander auf ""Nahrungssuche"". Vor allem wenn direkt über ihnen
eine Krautbank ist wo Friedfische stehen, da freut sich der Zander
über einen gedeckten Tisch und wir Angler uns über
Zander.
Krautbänke
die Kinderstube. Hier tummelt sich alles was mal groß werden
will. Friedfische neben Räuber (zumindest im Krabbelalter)
danach
gehts hier zur Sache. Hungrige Barsche auf der Suche nach was
fressbarem, Hechte
im dichten Unterholz auf der Lauer nach was vernünftigem. Und
seis
nur ein 20ger Zalt o.Ä. Mit Glück ist im Kanal auch
ein Hecht zu überlisten.
Seerosenfelder
wer hier durchzieht, auf der Suche nach Nahrung dürfte jedem
klar sein. Also, ein feines Vorfach
mit kleinem Häkchen auf die Schleienstraße gelegt,
sollte eigentlich von Erfolg gekrönt sein. Und Hecht ist hier auch anzutreffen.
Kanalsohle
könnte im Winter der Hotspot schlechthin sein. Hier ist das
Wasser
nicht ganz so kalt, vieleicht sind noch Verstecke für
Räuber
vorhanden? Ansonsten fangen wir in der warmen Jahreszeit hier die
großen. Sei`s Karpfen, Zander oder Brasse, die richtig
großen stehen in der Sohle. Allerdings sollte man bedenken,
das
durch Schleusenbetrib und Schiffsverkehr hier andere Bedingungen wie am
Rand herschen. Also nicht unbedingt mit 22ger Haken am 16er Vorfach versuchen
einen Karpfen von X cm rüberzuholen. Des geht schief.
Angelmethoden
Wie man angelt bleibt letzendlich jedem selbst überlassen, aus
eigener Erfahrung kann ich aber sagen, das das angeln mit der Spinnrute oder Feederrute am effektivsten ist.
Alternativ kann zur Feeder auch eine Grundrute
verwendet werden und im Bereich spinnangeln natürlich auch die
"modernen " Formen, wie Jerkbait und Dropshot. Bei der "Ansitzangelei"
solte auf jeden Fall ein Futterplatz angelegt werden um
höchstmögliche Ergebnisse zu erzielen. Es empfiehlt
sich
auch, wenn man 2 Ruten
fischen darf, eine auf die Kanalsohle und eine auf die Abbruchkante
oder Krautfelder (Seerosenfelder) zu legen. In diesem Fall legt man den
Futterplatz an der Abbruchkante an und verwendet als Köder
einen
Partikel aus der Futtermischung. Um eine Scheuchwirkung durch das
Futter zu vermeiden, sollte man eine dunkle Mischung verwenden, die
sich durch Zugabe von dunklen Futtermitteln erzeugen lässt. Ob
man
Nussmehle, Forelli oder auch Hundefutter in pulverisierter Form
verwendet, bleibt jedem selbst überlassen. Versuch macht klug,
die
ultimative Mischung gibts nicht.
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