Das wichtigste überhaupt. Ohne Wasser kein Fisch, aber wo leben denn unsere Fische überhaupt?
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen fließenden und
stehenden Gewässern, Süß- und Salzwasser. Dazwischen
gibt es noch Brackwasser.
Im Einzelnen handelt es sich dabei um:
Flüsse und Kanäle
Seen, Weiher und Teiche,
Meere
Flüsse und Seen sind (bis auf wenige Ausnahmen)
Süßgewässer, Meere Salzgewässer. Im
Mündungsbereich der Flüsse (Delta) finden wir Brackwasser
vor, eine Mischung aus Süß- und Salzwasser.
Ob ein Gewässer als Süß- oder Salzwasser bezeichnet
wird, hängt vom Salzgehalt ab, Süßwasser hat einen
Salzgehalt von max. 1%.
Einige Fischarten z. B. Hechte haben sich an ein Leben im Brackwasser angepasst. Als Beispiel seien hier die Hechte der Boddengewässer in Mecklemburg-Vorpommern genannt.
Sehen wir uns die einzelnen Gewässer mal etwas genauer an und
fangen mit den Süßgewässern an, wo es natürliche
und künstliche gibt.
Fließende Gewässertypen
Bäche
Kleine schnell strömende Gewässer, die meistens im Gebirge
ihren Ursprung haben. Sie verfügen über klares,
nährstoffarmes Wasser und haben meist noch keinen Fischbestand.
Erst nach einer gewissen Zeit an "Lauf" finden sich die ersten Fische
ein, Forellen und Äschen, vielfach künstlich besetzt. Im
Ursprung von Flüssen wird diese Art von Gewässer als Forellen
und Äschenregion bezeichnet, sie ist der Ursprung der Flüsse.
Flüsse
Entstehen durch den Zusammenfluss mehrerer Bäche. Flüsse
werden in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. Die oberen Regionen
sind die Forellen und Äschenregion, gefolgt von der Barben und
Brassenregion und enden mit der Flunderregion. Hier haben wir dann auch
wieder Brackwasser vor uns.
Kanäle
Während Bäche und Flüsse nur in Teilbereichen von
Menschenhand beeinflusst wurden, sind Kanäle gänzlich
künstliche Gewässer. Die stellenweise durch Menschenhand
durchgeführte Kanalisierung mancher Bäche und Flüsse
betrachte ich hier nicht als Kanäle. Kanäle
werden über ein Pumpensystem mit Wasser eines Flusses gespeist.
Das Wasser wird über die einzelnen Staustufen (Schleusen) dem Kanal zugeführt. Bedingt durch die kontrollierte Zuführung entsteht in einem Kanal kein Hochwasser.
Stehende Gewässer
Weiher
Kleines naturbelassenes Gewässer das mit einer Vielzahl von
Fischen und starkem Pflanzenwuchs wahre Paradiese hervorbringt. Weiher
verfügen entweder über einen Zu- und Abfluss (Bach) oder
werden von Grundwasser gespeist. Krautbänke und Schilfgürtel
laden Friedfische und Räuber zum laichen ein, natürliche
Bruchkanten haben Unterstände und Versteckmöglichkeiten
gebildet. Durch starkes Pflanzenwachstum sind Weiher meist sehr
sauerstoffreich, bedingt durch die Photosynthese der Wasserpflanzen.
Meist nicht sehr tief.
Teiche
Künstlich geschaffenes Gewässer von geringer Tiefe. Meist zu
Zierzwecken angelegt und entsprechend besetzt (Koikarpfen, Goldfische).
Im Gegensatz zum Weiher fehlt den meisten Teichen, aufgrund der Tiefe,
der "Temperatursprung", der Übergang zwischen frierendem und nicht
frierendem Wasser, der in natürlichen Gewässern spürbar
bei ca. 10m liegt. Damit Fische in Teichen überwintern
können, sollte eine Mindesttiefe von 1m bei der Anlage in Betracht
gezogen werden.
Seen
Große naturbelassene Gewässer mit einer Vielzahl von
Fischen, die jedoch schwerer zu beangeln sind, als in einem Weiher.
Entstanden im laufe von Jahrmillionen verfügen die meisten Seen
über einen Zu- und Ablauf, meist ein jetzt schon großer
Fluss. Aufgrund ihrer Struktur sind die meisten Seen nur in
Teilbereichen von Ufer aus für uns beangelbar, größere
Chancen bestehen beim angeln vom Boot aus, entweder mit der Hegene oder
beim Schleppangeln
Stauseen
Künstlich geschaffene Seen, die durch die Aufstauung der
Flüsse entstanden sind. Hierzu wurden in Flusstälern
Staumauern gebaut und teilweise ganze Städte im Wasser versenkt.
Durch die Aufstauung entstanden interessante Unterwasserstrukturen, die
den Fischen zahlreich Unterstell- und Versteckmöglichkeiten
bieten. Uferangeln ist hier aufgrund der meist stark abfallenden
Uferregionen nur bedingt an einigen Stellen möglich. Besser ist es
vom Boot aus.
Baggerseen
Künstlich (durch Kies oder Sandgewinnung) geschaffene
Gewässer, die durch Grundwasser gespeist werden. Baggerseen
müssen erst wachsen, das heißt, das in einem Zeitraum von
ca. 10 Jahren, nach Stilllegung der Grube, an angeln gar nicht gedacht
werden kann. Flora und Fauna müssen sich erstmal entwickeln und
beständig werden. Da Baggerseen, im Gegensatz zu den vorgenannten,
über keinen natürlichen Zufluss verfügen, wird der
Erstbesatz meist von Menschenhand eingebracht.
Meere
Natürliche Salzgewässer die etwa 70% unserer Erde ausmachen.
Neben den großen Ozeanen Atlantik und Pazifik, gibt es noch eine
Vielzahl von Nebenmeeren. Das Mittelmeer beispielsweise ist ein
Nebenmeer des Atlanik, das chinesische Meer ein Nebenmeer des Pazifik.
Historisch betrachtet sprach man von den 7 Weltmeeren. Objektiv
betrachtet kann man von 3 "Weltmeeren" (atlantischer Ozean, indischer
Ozean und pazifischer Ozean) ausgehen und die arktischen Gewässer
den angrenzenden Ozeanen zuordnen.
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