Das
einige Fischarten Farben erkennen, ist wissenschaftlich inzwischen
bewiesen. Vor allem Fische, die nahe der Wasseroberfläche ihre
Nahrung suchen, haben oftmals ein hervorragendes Farbsehen. Hierzu
gehören Salmoniden (Forellenartige) sowie Barsche wie Hecht
und Flussbarsch. Ausnahme bei den Barschartigen ist der Zander. Er
sucht seine Nahrung meist in Grundnähe und liebt
trübes Wasser und tiefe Stellen. Wie genau der Zander Farben
erkennen kann, ist nicht endgültig bewiesen. Man
weiß jedoch, dass der Zander in der Lage ist, seine Umgebung
wie durch einen Restlichverstärker zu sehen. Bei vielen
anderen Fischarten ist ein Farbsehen, so wie beim Mensch, nicht gegeben
oder nicht bewiesen. Zum Beispiel soll der Karpfen seine Umgebung wie
durch einen Grünschleier sehen. Der Aal ist fast blind und das
erkennen von Farben konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Das sich
der Aal trotzdem in seinem Element hervorragend zurechtfindet, liegt am
ausgeprägtem Geruchssinn.
Farbsehen
im Wasser
Man kann das Fischauge im Farbsehen durchaus mir unseren vergleichen.
Auch das Fischauge kann Farben mit zunehmender Dunkelheit immer
schlechter erkennen. Um Farben zu erkennen benötigt man Licht.
Im Wasser verschwinden Farben entsprechend ihrer Wellenlänge
und mit zunehmender Wassertiefe.

Mit
zunehmender Wassertiefe, verschwinden Rot, Orange und Gelb zuerst.
Danach kann das Auge nur noch grün und blau erkennen. Im
tiefen Wasser kann dann nur noch braun und schwarz erkannt werden, bis
auch diese Farben verschwinden.
In welcher Wassertiefe die verschiedenen Farben noch erkannt werden,
kommt auf die Helligkeit des Tageslichts an und wie klar das Wasser ist.

Der
Rhein und die Elbe haben recht trübes Wasser. Hier
verschwindet Rot und Gelb schon nach wenigen Zentimetern. Nach wenigen
Metern kann das Auge nur noch graue Farben erkennen. Für den
Raubfischangler eine sehr wichtige Erkenntnis bei der
Köderwahl.