Die
Emschermündung
Foto: Wehr an der
Emschermündung
Bei Km 797,5 mündet,
aus östlicher Richtung kommend, die Emscher in den Rhein. Auf
die Emscher an sich möchte ich in diesem Artikel nicht weiter
eingehen, da sie aus anglerischer Sicht komplett uninteressant ist.
Der erste Eindruck: Es stinkt!

Die Emscher galt lange Zeit als die Kloake des
Ruhrgebietes, das hat sich mittlerweile etwas geändert. Aber
von einem sauberen Fluss kann man leider noch nicht sprechen, das wird
auch noch etwas dauern. Oberhalb von der Mündung standen div.
Wasservögel auf der Stelle und schnappten sich die Brocken
(welcher Art möchte ich gar nicht wissen) weg:
Und für Menschen ist es dort auch nicht ungefährlich:
Die ganze Anlage sieht schon recht beeindruckend aus:
Schön ist allerdings anders. Das Wehr garantiert eine gewisse
Sicherheit falls der Rhein Hochwasser führt und es garantiert
ebenso, dass absolut kein Fisch aus dem Rhein in die Emscher aufsteigen
kann.
Das würde wahrscheinlich auch kein Fisch freiwillig machen, denn
wenn man näher ans Wasser herangeht, kann einem schon mal etwas
die Luft wegbleiben. Es riecht nach Chemie, nach Fäkalien und nach
Reinigungsmitteln. Unterhalb vom Wehr staut sich der aufgewühlte
Schaum auf, eine Algenblüte kann jahreszeitlich bedingt
ausgeschlossen werden.
Vermutlich ist das Wasser der Emscher wärmer als das des Rheins,
was gerade in der kalten Jahreszeit eine Lockwirkung auf Fische hat.
Spuren in Form von Abfällen, die eindeutig auf Angler schliessen
lassen, waren dort reichlich am Ufer zu finden. Die Strecke zwischen
Wehr und Mündung ist ca. 170 Meter lang, abfallgesäumt und
offensichtlich oft von Anglern besucht, denen der Fang von Fischen
unter allem Umständen wichtiger ist als ein bisschen
Naturerlebnis. Selbstverständlich ist dieser Bereich nicht mit der
Rheinkarte zu beangeln.
Unterhalb der Mündung in den Rhein sieht es leider nicht viel
anders aus. Der üble Geruch ist penetrant und vom Verzehr der dort
gefangenen Fische möchte ich rein gefühlsmässig pauschal
abraten.
Fazit: Nicht die
schönste Stelle, die man sich in diesem Bereich des Rheins zum
angeln aussuchen kann. Ein paar Km oberhalb sieht es schon besser aus,
ein paar Km unterhalb, etwa ab Voerde, auch.
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