Der Kanal
Foto: Kanal bei Sonnenaufgang
Wer kennt sie nicht, die mitunter endlos erscheinenden Wasserstraßen mit wenig Abwechslung, die Wasserautobahnen.
Aber so ist es nur auf dem ersten Blick, denn schaut man genauer hin
wird man sehen, wie fazettenreich diese Gewässer sind. Da finden
sich Buchen mit Seerosenfeldern und Schwimmpflanzen aller Art. Es gibt
Kanten und kleine Unebenheiten am Grund, ist es ein alter Kanal sogar
Löcher bis 5 Meter Tiefe die in der Regel aus dem zweiten
Weltkrieg stammen.
Befassen wir uns zunächst einmal mit dem Ufer. Es wird in der
Regel aus Steinschüttungen und Spundwänden bestehen und
gerade das macht die Sache sehr interessant für uns. Denn dort wo
die Steinschüttungen im Kanal enden ist schon eine der Topstellen
vorzufinden. Es ist dort eine Kante die eine magische Anziehungskraft
auf alle Fischarten ausübt. Von der Kanalsohle aus betrachtet ist
es ein halbierter Barschberg. Ich fange dort hauptsächlich im
Frühjahr alle Arten von Fische die es im Kanal so gibt. Ob mit der
Stippe, Bolognese, Grundangel oder Spinnangel, jede Angelmethode wird
dort Fisch fangen.
Der Flachwasserbereich ist ein Eldorado für Brutfische und wo die
sich tummeln, sind die Räuber bekanntlich nicht weit. Ich habe
schon in 20-30cm Tiefe beachtliche Hechte und Barsche gefangen und das
nicht nur im Sommer. Gibt es keine große Schifffahrt mehr, bilden
sich innerhalb kürzester Zeit Seerosenfelder am Ufer und der
Unterwasserpflanzenbewuchs nimmt zu.
Die Spundwand ist in einigen Kanälen der Hot Spot schlecht hin, an
den Spundwänden bilden sich Algen und in denen wiederum ist genug
Kleingetier was Fische magisch anzieht und wo kleine Fische sich
tummeln sind oft große Räuber nicht weit.

Man kann gleich direkt hinter der Spundwand fischen da sich zu ihren
Füßen in den meisten Fällen die Kanalsohle befindet.
So ich hoffe ich konnte euch den Kanal etwas näher bringen, denn
was auf den ersten Blick sehr monoton aussieht ist in Wirklichkeit ein
oft sehr gutes Angelgewässer!
In diesem Sinne Petri Heil!
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